Wie alles begann

Die vierjährige Geschichte der SonntagsDialoge begann als Bürgerinitiative ohne Vereinsstruktur. Bürgerinnen und Bürger schlossen sich zusammen mit dem Ziel, für Menschen mit und ohne Flüchtlingshintergrund einen Ort der Begegnung zu schaffen. Dafür wurde ein monatliches Forum geschaffen als Plattform für Informationsaustausch,  Beratung, Vernetzung und aktiven Mitarbeit.

Durch das ehrenamtliche Engagement vieler Akteure wuchsen die SonntagsDialoge kontinuierlich. Die akute Flüchtlingssituation 2015/16 trug dazu bei. Entsprechend dem Bedarf der Geflüchteten entstanden zahlreiche Unterstützungsangebote wie Sprachunterricht, Beratung zur beruflichen Orientierung sowie zur sozialen Eingliederung. Das Kennenlernen der Stadt und ihrer Einrichtungen durch gemeinsame Ausflüge, ebenso ein Computer- und Bewerbungstraining waren und sind Teil unserer Aktivitäten. Ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Mobilität war die gemeinsam mit dem ADFC betriebene Fahrradwerkstatt am Kolberger Platz 1. 2017 haben die SonntagsDialoge diese Räumlichkeiten übernommen, angemietet und in Eigenarbeit renoviert. Die Lübeck Werkstatt ist damit zum zentralen Ort für alle Projekte und gleichzeitig zum Treffpunkt aller Beteiligten geworden. Von ihr gehen auch die Impulse in die Nachbarschaft aus. Zur Verstärkung der Stadtteilarbeit werden wir Veranstaltungen im Begegnungsraum der neuen Wohnsiedlung der TRAVE-Grundstücksgesellschaft ausrichten, um auf diese Weise Begegnungen zwischen den neuen StadtteilbewohnerInnen und Geflüchteten zu ermöglichen.

Unser Ziel

Das zentrale Ziel unserer Arbeit ist es, über das ehrenamtliche Engagement Menschen mit Fluchthintergrund eine rasche gesellschaftliche und berufliche Integration zu ermöglichen. Dabei stehen folgende Maßnahmen im Mitelpunkt:

  • Erfassung und Förderung von Talenten und Kompetenzen
  • Reaktion auf den individuellen Bedarf mit entsprechenden Angeboten
  • Unterstützung der Geflüchteten beim Erwerb neuer, für den beruflichen Einstieg notwendigen Kompetenzen
  • Förderung der Team- und Organisationsentwicklung

Ein wichtiges Prinzip ist dabei, schon sehr bald zunehmend Verantwortung zu übertragen, um damit Räume für eigenes Handeln der Beteiligten zu eröffnen. Gegenseitiger Respekt und Offenheit für die eigenen kulturellen Erfahrungen des Anderen sind für uns eine wichtige Leitlinie. Wir sind davon überzeugt, dass es auf diese Weise am besten gelingen kann, die Selbstkompetenz der Geflüchteten im Sinne eines Empowerments zu stärken.

 

 

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