Was alles im März geschah

Drei ganz unterschiedliche Veranstaltungen – und doch ein gemeinsames Ziel: Unsere Beispiele zeigen, wie der Verein zur Integration von Zugewanderten auf lebendige und kreative Weise beitragen will.

                                            Anja, Arnd und Hartmut begleiteten am 14.3. Migrant:innen zur Jobmesse auf der Gollanwerft. Arnd berichtet:

„Insgesamt waren wir mit 12 Personen (inklusive Begleitung) auf der Jobmesse unterwegs. Gemeinsam haben wir junge Menschen mit Migrationsgeschichte begleitet und sie ganz individuell bei Gesprächen mit Unternehmen unterstützt.

Ich selbst war mit einem 21-jährigen Iraker und seinem Bruder unterwegs. Über drei Stunden hinweg haben wir viele intensive Gespräche mit Ausbildungsleitern und Unternehmensvertretern geführt. Die waren durchweg offen, sehr entgegenkommend und haben unsere Unterstützung mehrfach gelobt.

Besonders spannend waren die Gespräche mit aktuellen Auszubildenden, die ganz authentisch aus ihrem Berufsalltag erzählt haben. Einige unserer Teilnehmenden konnten sich am Ende sogar über mehrere positive Rückmeldungen freuen.

Für die nächsten Jobmessen wollen wir noch aktiver an die Sache rangehen und uns vorher besser mit den Jobsuchenden abstimmen. Geplant sind auch zusätzliche Angebote wie Bewerbungsworkshops und andere hilfreiche Trainings, um die Chancen weiter zu verbessern.

Der Tag hat auf jeden Fall gezeigt, wie wichtig praktische Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt ist – und welche Türen sich durch direkte Kontakte öffnen können, auch wenn die bürokratischen Hürden nicht gerade kleiner werden.“

                            

Die Kultur kam im März ebenfalls nicht zu kurz:  LÜBECK, MEIN LÜBECK 2, der zweite Teil der Stadtführungen von Hartmut, fand am 15.03. statt. Vom Verein ging es erst ins Aegidienviertel zur Aegidienkirche, der Synagoge in der St. Annen – und der wohl weniger bekannten Moschee in der Mühlenstraße. Von dort ist die Moschee aber nur über einen Hinterhof zu erreichen. Gut zu erkennen ist sie an ihren zwei kleinen symbolischen Minaretts. Auf wenigen Metern, darauf wies Hartmut eindrücklich hin, kann man hier Gotteshäuser aller drei monotheistischen Religionen besuchen.

Weiter wanderte die kleine, frierende Gruppe zum Marktplatz und dem Kaak, dem immer wieder veränderten, versetzten und neu aufgebauten ursprünglichen Pranger der Stadt Lübeck. Viele in der Gruppe hatten sich schon öfter gefragt, was dieser merkwürdige Pavillon ohne erkennbare Nutzung wohl zu bedeuten habe. Jetzt wissen sie mehr!

Nach einem Besuch beim Teufel an der Marienkirche ging es zum Schrangen. Auch hier erfuhren wir Bekanntes und weniger Bekanntes zu diesem oft fotografierten Ensemble mit der hoch aufgetürmten Marienkirche. Zusehends frierend führte uns Hartmut noch zur Löwenapotheke in der Königsstraße und zum Abschluss zur Mengstraße zum Buddenbrookhaus. Wer mehr über Lübecks Sehenswürdigkeiten, kleine und große, wissen will, muss beim nächsten Rundgang von Hartmut einfach mal mitkommen.

 

Am 28.03. fand im Industriemuseum Herrenwyk wieder ein Reparatur-Tag statt – und die Resonanz konnte sich wirklich sehen lassen. Unsere Fahrradselbsthilfewerkstatt war mit ihren versierten Schraubern ebenfalls  dabei. Über 80 Besucher:innen kamen vorbei und brachten insgesamt 54 defekte Geräte mit. Mehr als die Hälfte davon, genau gesagt 52 %, konnten direkt vor Ort repariert werden. In der Fahrrad-Ecke lief es rund: Zehn Räder sind jetzt wieder fahrtüchtig und können weiter genutzt werden.

Die Stimmung war durchweg entspannt und freundlich, es wurde gemeinsam getüftelt, ausprobiert und sich  geholfen. Die Unterstützung unter den Teilnehmenden – ob bei kleinen Handgriffen oder kniffligen Problemen – war einfach großartig und hat den Tag besonders gemacht. (Quellen und Fotos: unser Schrauber Andreas und Fab.Lab. auf Facebook).

Das waren die Veranstaltungen im März – neben allen unseren anderen Angeboten. Danke an alle engagierten Ehrenamtler:innen!