Ausflug nach Eutin am 22. August 2020

Der zweite Ausflug nach längerer Corona-Pause führte uns in die nähere Umgebung von Lübeck. Wir hatten diesmal die kleine Stadt Eutin mit ihrem Schloss und Schlosspark im Angebot. Die 12 Plätze der Exkursion waren im Nu ausgebucht, denn obwohl Eutin in nur 20 Minuten mit dem Regionalzug zu erreichen ist, war von den Teilnehmer*innen noch niemand dort gewesen.

Unser Besuch wurde zu einer anschaulichen Geschichts- und natürlich auch Deutschstunde. Rathaus und St. Michaeliskirche, der Marktplatz und das Straßenpflaster, alles bot Anlass zu Fragen. Wer hat seinen Sitz im Rathaus? Was ist ein Friedhof und warum heißt er so? Wann verwendet man die Bezeichnung Weg, wann ist ein Weg eine Gasse und was ist eine Allee? Und Kopfsteinpflaster ist ein schweres Wort…

Die Notizbücher füllten sich schnell, die Handykameras dokumentierten alles. Der Höhepunkt stand aber erst noch bevor: das Schloss mit seinem Wassergraben lag vor uns. In drei Gruppen besuchten wir das Schlossmuseum und bestaunten die Kapelle mit der bequemen, beheizbaren Fürstenloge, die eleganten Salons mit ihren Deckengemälden und Möbeln – fremde, versunkene Welten, die aber in der Geschichte eine wichtige Rolle gespielt haben.

   Angeregt wurden die Stammbäume der Herrschergeschlechter diskutiert und kurz vor dem Ende des Rundgangs machten die russischen Modelle zweier Kriegsschiffe noch großen Eindruck. Dass weitere neue Wörter in die Notizbücher wanderten und die Handykameras viel zu tun hatten, versteht sich von selbst.

Nach soviel Besichtigung wollte das alles erst einmal verarbeitet werden. Dabei half eine kleine Aufgabe: jeder Teilnehmer konnte das Motiv zeichnen, dass sie/ihn am meisten beeindruckt hatte und anschließend den anderen erklären, warum sie/er sich dafür entschieden hatte – auf Deutsch natürlich. Das Schloss und der Pavillon am See, die Schlossbrücke und die Modellschiffe hatten ihren Weg auf die Zeichnungen gefunden. Wir alle hatten viel Spaß beim Vortragen und Zuhören.

Nach etlichen Gruppenfotos wanderten wir mit einem Eis auf der Hand glücklich und zufrieden mit unserem Tag in Eutin zurück zum Bahnhof.

Wir danken dem Integrationsfond der Hansestadt Lübeck für die Förderung des Ausflugs und dem Schlossmuseum für die Reduktion der Eintrittspreise.