Nach Hamburg zu Greenpeace

Am 31. Januar fuhren über 20 Teilnehmer*innen der Sonntagsdialoge mit dem Zug von Lübeck nach Hamburg, um sich in der Hafencity bei der international tätigen Organisation Greenpeace über Umweltarbeit zu informieren. Schon der Fußweg vom Hauptbahnhof bis dorthin bot zahlreiche Möglichkeiten, Hamburger Besonderheiten zu entdecken. So gaben z. B. das Levantehaus oder das Chilehaus Eindrücke von historischen architektonischen Kunstwerken. In der Hafencity konnten wir dann gleich sehen und erfahren, wie sich der Neubau des Greenpeace-Hauses durch seine umweltfreundliche Strom- und Wärmegewinnung (Fotovoltaik auf dem Dach, Erdwärme aus 90 m Tiefe) von umliegenden Gebäuden unterscheidet. Im Innern des Hauses bestimmt ebenfalls der Umweltschutz das Arbeiten der etwa 200 dort Beschäftigten.Vor dem Rundgang durch die interaktive Ausstellungsfläche gab es Gelegenheit, dringliche Fragen über die Tätigkeiten der transnational arbeitenden Umweltorganisation beantwortet zu bekommen und einiges über spektakuläre Aktionen und deren Hintergründe zu erfahren. Greenpeace, ausschließlich finanziert durch Spenden, die nicht von Industrieunternehmen, Staat, Parteien oder aus der Politik stammen, wurde 1971 in Vancouver, Kanada, gegründet. Inzwischen gibt es in 45 Ländern Büros und Aktivitäten; seit 1980 befindet sich das Hauptbüro für Deutschland in Hamburg. Greenpeace International hat seinen Sitz in Amsterdam.

Natürlich wollten die Besucher*innen auch einiges über spektakuläre Aktionen der Vergangenheit hören, wie das Belagern einer ausgedienten Öl-Bohrinsel der Firma Shell, die in den Neunzigerjahren einfach im Meer versenkt werden sollte. Wir sahen ein Video, das Diskussionen über die Schadstoffe bei der Produktion unserer Kleidung auslöste; das bekannte Kitkat-Video über Palmölgewinnung im indonesischen Urwald (https://www.youtube.com/watch?v=IzF3UGOlVDc) bewirkte unsere Betroffenheit. Die oft mutigen Aktionen sollen auf dringende ökologische Missstände aufmerksam machen und Verbesserungen auf den Weg bringen.

Ein besonderes Anliegen war es auch zu erfahren, wie wir uns selbst umweltfreundlicher verhalten können, damit z. B. weniger Mikroplastik in die Meere gelangt. Der ehrenamtlich tätige Mitarbeiter erklärte, dass winzige Plastikteilchen sogar aus Kleidung ausgewaschen werden können oder in zahlreichen Kosmetikartikeln enthalten sind, dass Kläranlagen sie nicht herausfiltern können, und wie vielfältige chemische Bezeichnungen auf Produkten auf Plastik als Inhaltsstoff hinweisen. Auch der Zusammenhang zwischen unseren Handys und Eisbären oder zwischen unserem Fleischkonsum und dem Regenwald konnte bei den verschiedenen Stationen der Ausstellung anschaulich erarbeitet werden.

Nach so viel nachdenklich machender Kost gab es nach einem Mittagsimbiss bei dem Besuch der Aussichtsterrassen der Elbphilharmonie weitere schöne Seiten Hamburgs zu entdecken und zu genießen. Einige Wege konnten wir sogar auf dem Wasser mit Booten des Hamburger Verkehrsverbund zurücklegen. So ging mit der Bahnrückfahrt nach Lübeck ein sehr schöner, inhaltsreicher Ausflugstag, bei dem sogar der Regen einen Pausentag einlegte, zu Ende. Wir wollen wiederkommen –vielleicht im Sommer?

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