Drei spannende und anregende Tage im Unperfekthaus

Auf Einladung von Reinhardt Wiesemann (http://www.unperfekthaus.de/reinhard-wiesemann/) hatten vier VertreterInnen der Sonntagsdialoge zum wiederholten Mal Gelegenheit, an einem  Workshop teilzunehmen. „Die superdiverse Stadt – Wie können wir selbst zum Zusammenleben beitragen?“ lautete diesmal das Thema der Veranstaltung, die  gemeinsam von der Universität Duisburg-Essen, Vertretern von kommunalen Einrichtungen wie der Freiwilligenagentur, Flüchtlingsverbänden und kirchlichen Gemeinden durchgeführt wurde.

Am Nachmittag des ersten Tages wurden an der Universität Duisburg-Essen Ergebnisse der Forschung zu Aspekten wachsender Diversität sowie den damit verbundenen Chancen vorgestellt und diskutiert. Die Region des Ruhrgebietes hat schon seit vielen Jahrzehnten Erfahrungen mit dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Nationalitäten und ist zu einem Schmelztiegel geworden.

An dem sich am folgenden Tag anschließenden „Barcamp“, brachten die SonntagsDialoge drei Themen ein:

  1. Vom Schubladendenken zum respektvollen Umgang (Louna)
  2. Verlorene Berufswelt und Anerkennung (Milad)
  3. Seelische Belastungen von Geflüchteten (Andreas)

Neben dem Austausch von eigenen Erfahrungen in der Gruppe gab es immer wieder wertvolle Hinweise, wie man mit solchen Situationen umgehen und wo man sich Hilfe holen kann. Der Abend wurde mit arabischer Musik und Tanz in der Kreuzeskirche abgeschlossen, einem Ort, der für Begegnungen von Menschen aller Kulturen und  Religionen offen ist.

Der Vormittag des dritten und letzten Tages war dem Thema „Rückenwind“ gewidmet. Dazu gab es ein Impulsreferat von einer Vertreterin der holländischen Gruppe „Placemaker“ http:placemakers.nl , die über „Urban Camping“ in Amsterdam berichtete. Dabei werden öffentliche Parks für ein Wochenende zu einem Campingplatz umgewidmet. Die Beteiligung der Nachbarschaft an der Planung und Durchführung solcher Projekte lässt eine vielfältige Vernetzung über kulturelle und soziale Barrieren stattfinden, und dies mit nachweislich guter Nachhaltigkeit. An der Abschlussdiskussion beteiligten sich neben einem Bundestagsabgeordneten der SPD, der Vizepräsidentin der Universität Duisburg-Essen, dem Leiter des kurz vor der Eröffnung stehenden  VielRespektZentrums (Leitung Ali Can: Begründer des erfolgreichen Hashtags #MeTwo und der „ Hotline für besorgte Bürger“), und einem ehemaligen Bankdirektors aus Syrien sowie Reinhard Wiesemann, dem viele Initiativen in dieser Stadt zu verdanken sind.

Reinhard Wiesemann mit  Dirk Heidenblut (Mitglied des Bundestages)

Es war spannend zu erleben, wie in der Ruhr-Region die interkulturelle Vernetzung gelebt wird und welche Organisationen sich neben den Kommunen und Kirchen daran beteiligen. So konnten wir mit vielen Erkenntnissen und neuen Ideen nach Lübeck zurückkehren, die wir gern auch für die Entwicklung eine diversen, friedlich zusammen lebenden Gesellschaft einbringen möchten.

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